{Blick durchs Schlüsselloch: } richtig Räuchern mit Räucherkohle

Gestern habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder meine Räucherkiste vom Keller geholt. Ja wirklich, ich habe eine Räucherkiste. Mit allem drum und dran: Räucherschale, Kohle, ein Dutzend Räuchermischungen und einzelne Kräuter.

RäuchernAber nicht nur das: Räucherstäbchen, Räucherkegel, ein kleines Räuchergefäß mit Sieb zum Betrieb mit Teelichtern sind dabei. In meiner Jugend (hey, das ist noch gar nicht lange her!) war es total selbstverständlich, dass man zum Open Air ein paar Räucherstäbchen mit einpackte. Wegen der Mücken, aber natürlich auch wegen der Hippie-Stimmung ;-). Ja, Bohème-Style war damals schon cool…

RäuchernAb und zu habe ich heute noch Lust, ein wenig besondere Stimmung mit Räucherduft zu zaubern. Das muss nämlich nicht unbedingt Weihrauch sein (wobei es da ganz große Unterschiede gibt, der indische Weihrauch z.B. duftet nur ganz zart). Man kann auch aus dem Garten etwas Lavendelkraut oder Salbeiblätter mitbringen und diese dann frisch auf die Räucherkohle legen.

Räuchern

Aber wie genau funktioniert das jetzt? Als erstes braucht man eine feuerfeste Unterlage, ein Räuchergefäß aus Stein oder Metall, etwas Sand, Räucherkohle, ein Feuerzeug und natürlich Kräuter oder Harz zum Räuchern.

Das Gefäß wird mit etwas Sand (zur Isolierung der Hitze) gefüllt und die Räucherkohle hochkant hineinstellt. Mit dem Feuerzeug anzünden und dann mit Gefühl die Glut am Leben halten. Das funktioniert am besten, wenn man vorsichtig so lange pustet, bis die Kohle komplett durchgeglüht ist.

Danach wird sie einfach umgekippt, mit etwas Sand bedeckt (sonst verbrennen die Kräuter, aber sie sollen ja nur langsam Ihren Duft verbreiten) und dann das Räuchergut aufgelegt.

Räuchern

Eigentlich ganz einfach. Ich finde es immer wieder sehr schön, sich die Glut ins Haus zu holen, wenn die dunkle Jahreszeit beginnt. Schon vor Tausenden von Jahren wurde von allen Kulturen und Völkern der Welt zu verschiedenen Zwecken geräuchert. Und immer geht es darum, den Alltag zu vergessen. Es ist unglaublich beruhigend, dem Knistern zu lauschen und die Rauchkringel in der Luft zu beobachten.

Räuchern

Wem die Prozedur zu aufwändig ist, aber nicht auf den Duft verzichten möchte, kann natürlich ganz simpel auf Räucherkegel zurückgreifen. Auf den Weihnachtsmärkten, die in nicht allzu langer Zeit allerorts eröffnet werden, findet jeder bestimmt seinen Lieblingsduft (Ich z.B. mag „Honig“ sehr gerne) Beim Erzgebirge-Palast* habe ich ziemlich coole Modelle für Räucherkegel gefunden. Oder wo sonst gibt es schon ein solches Räucherfahrrad?!

 ♥♥

Habt es schön!

*mit freundlicher Unterstützung von Erzgebirgepalast.

 

 

2 Kommentare

  • Philipp Aba 17. April 2015 at 10:51

    Toller Artikel und vor allem generell wunderbar in Szene gesetzt dein Blog :)
    Aber kurz zu meiner eigentlichen Frage: Das Räucherwerk von Magick Nature welches du in deinen Bildern zeigst, wie würdest du deren Qualität beschreiben – ist diese Gut? Vor allem bei den Harzen und dem Weihrauch.

    Lg aus Wien

    Philipp

    Reply
  • Ke 22. April 2015 at 13:09

    Hallo Philipp,

    wie schön, dass Du hier vorbei schaust – und Danke für die Blumen ;-)
    Die Räuchermischungen habe mich mir größtenteils auf Mittelaltermärkten gekauft. Auf dem Foto ist indischer Weihrauch von Laterna Magica. Hier ist die Seite, wo Du auch bestellen kannst: http://www.laternamagica88.de

    Ich finde den Duft sehr angenehm – vor allem wird er nicht mit irgendwelchen ominösen Zusatzstoffen gestreckt, ich werde mir auf jeden Fall wieder Dort Nachschub holen, wenn das Gläschen leer ist. ;-)

    Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen?
    Liebe Grüße,
    Kerstin

    Reply

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