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Wie wir frühstücken …

Aus aktuellem Anlass mal ein wenig aus unserem Alltag: Wie wir frühstücken!

Unter der Woche ehrlich gesagt so gut wie gar nicht. Zumindest ich beschränke mich eigentlich auf einen Kaffee (zu Hause oder in der Arbeit, je nachdem). Jaja, ich weiß. Das ist gar nicht gesund, aber irgendwie finde ich morgens einfach nicht die Muße.

Und Ke ist nach der Schwangerschaft wieder genauso unvernünftig (oder viel zu sehr damit beschäftigt, Lu bei Laune zu halten) wie vorher und trinkt nur einen koffeinfreien Pulverkaffee mit Milch, nicht mit Wasser.

Am Wochenende holen wir dann dafür alles nach. Da wird dann nämlich aufgetischt. Mit frischer Wurst (ja, die wird auch dann hübsch auf nen Teller aufgereiht, wenn wir keine Gäste haben – das Auge isst ja schließlich mit) und frischem Brot oder frisch geholten Semmeln oder Toastbrot. Ein Ei für Ke, zwei Eier für mich (weich – wenn wir es denn richtig erraten haben. Einen richtigen Eierkocher haben wir nämlich nicht). Dabei darf natürlich der Schinken nicht fehlen. Es gibt fast nichts leckeres als weichgekochte Eier mit einem Schinkenbrot … hmmm. Meistens stehen dann noch mindestens zwei Gläser Marmelade auf dem Tisch (hauptsächlich für Ke), Frischkäse, Hartkäse, Butter, Honig und Nutella (für mich!). Manchmal noch ein Kuchen vom Vortag. Oft gibt’s dann auch frisch gepressten O-Saft und wenn wir zufällig eine Flasche Sekt rumstehen haben auch mal ein Gläschen Sekt am Morgen. Frisch gemahlener Kaffee für mich und leckeren Tee für Ke. Das alles wird auch immer schön angerichtet – mit Kerzenschein und schönen Servietten. Irgendwie muss das sein und so freuen sich Ke und ich jedesmal auf ein unverplantes Wochenende. Wir genießen das so richtig, und das das Mittagessen ausfällt ist ja wohl klar, oder?

Noch schöner ist natürlich das Brunchen in Gesellschaft. So wie gestern, wo uns FrauBü und Donvanone beehrt haben. In erster Linie wohl, da sie Lu mal ausgeschlafen erleben wollten ;-) Zusätzlich zu dem üblichen gab’s zur Feier des Tages deshalb noch Mozzarella mit Mango und Balsamico (danke PaKe!) leckerer Lachscreme von FrauBü und Ernussbutter, ohne die Donvanone wohl nicht leben kann

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Sehr lecker und schön und nett. Können wir ruhig öfter machen!

Und jetzt ihr, wie frühstückt ihr?

Schaum vor dem Mund

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So eine giftgrüne Flüssigkeit würde ich mir ja normalerweise nicht über meine Nachspeise kippen. Dabei ist das nur Limettensaft mit Zucker und pürierter Basilikum und selbst mit dem Wissen würde ich mir das wohl nicht über meine Nachspeise kippen.
Das ganze aber mit einem Emulgator (Lecithin aus Sojabohnen – genetisch einwandfreien Sojabohnen versteht sich!) zu einem luftigen Schaum aufgeschlagen darf es dann doch über die Himbeeren. Und das sah’ es dann auf einmal nicht nur super und appetitlich aus, sondern hat auch noch lecker geschmeckt. Wird bestimmt wieder mal gemacht:

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Die Herstellung des Schaums war gar nicht so einfach. Ich stell mich da mit diesen Milchaufschäumdingern immer ziemlich doof an, so dass sich ein Großteil der Flüssigkeit erst einmal in der ganzen Küche verteilt hat, bevor da wirklich Schaum daraus wurde. Memo an mich: das nächste Mal ein sehr hoches Gefäß hernehmen …. :-/

Tote Pute

Heute waren Ke und ich bei Donvanone und FrauBü zum Putenessen eingeladen, um dann auch gleich meinen Gutschein, den ich zum Geburtstag erhalten hatte, einzulösen (der Gutschein war eines der beiden Geschenke, über das andere demnächst noch mehr):

Gutschein

Pünktlich zur klassischen Sonntag-Mittagessen-Zeit um 12:00 Uhr standen wir hungrig vor der Tür. Zum Glück hatten wir in weiser Voraussicht das Frühstück ausfallen lassen – gab’ es doch Unmengen an leckeren Sachen: Kartoffelpüree, Maismuffins, Maiskolben, leckere Bratenfüllung, feine Soße, Preiselbeeren, Rosenkohl, Knödel, Süßkartoffeln, passenden Wein aus der Pfalz und natürlich den Vogel!

Essen

Viel bleibt mir eigentlich nicht darüber zu sagen – außer:
Nochmal! Nochmal!

Es war wirklich total lecker!

Nach dieser hammermäßigen Schlemmerei sind wir dann zu dritt (FrauBü hat es leider nicht mehr vom Sofa hochgeschafft) mit Lu spazieren. Und das hat sich als richtiges Abenteuer entpuppt (ich weiß nicht, ob man es erkennen kann, aber der Weg war an vielen Stellen mit einer zentimeterdicken Eisschicht bedeckt (frage mich ja schon, wie das überhaupt passieren kann, das Wasser hätte ja eigentlich abfließen können)):
eisiger Weg Ieisiger Weg IIeisiger Weg III
Sowas hab’ ich echt noch nie erlebt – man kennt das ja mal Stellenweise, aber der komplette Spazierweg war wirklich mit einer zentimeterdicken Eisschicht überzogen. Entsprechend lustig war das vorankommen mit Lu:

schwieriges Vorankommen

Alles in allem ein sehr netter, lustiger, kulinarisch wertvoller und unterhaltsamer Sonntag Mittag / Nachmittag! Danke nochmal an die beiden Köche für das wirklich sehr gelungene Essen. Mhhhhhhh. Wann gibt’s den nächsten toten Vogel?

Molekularküche – Vanilledrops

Die letzten Tage ist es hier richtig ruhig geworden – die letzten Tage meiner Elternzeit habe ich nämlich dafür genutzt in meiner Dissertation noch ein großes Stück weiter zu kommen. Langsam aber sicher zeichnet sich nun wirklich ein Ende ab (auch wenn die nächsten Wochen versprechen richtig anstrengend zu werden).

Jetzt aber endlich der erste der versprochenen Beiträge über meine molekularen Kochversuche.
Mittwoch vor einer Woche habe ich mich nämlich gleich wieder dran gewagt Drops zu kreieren. Erst einmal aber ein einfaches Rezept.

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Dieses Mal war in der Lösung, in die die Drops eingetropft wurden eine Calazoon-Lösung (also Calziumlactat, das Calziumsalz der Milchsäure) und die Drops selbst (in diesem Fall aufgekochte Vanilleschoten mit Zucker) mit Algizoon (Natrium-Alginat, ein Geliermittel aus Braunalgen gewonnen) vermischt. Dieses Mal hab’ ich es mit dem Kühlen auch nicht übertrieben und dieses Mal habe ich extra darauf geachtet, Mineralwasser mit weniger als 91mg/l Calzium zu verwenden (wofür ich extra nochmal in den Supermarkt musste, unser normales Mineralwasser hat nämlich fast 140mg/l und damit würde das Algizoon schon mit dem Wasser reagieren und den Effekt kaputt machen). Zum Tropfen in die Lösung habe ich eine Einwegspritze aus der Apotheke verwendet – damit war die Dosierung sehr einfach. Nach dem Abschöpfen wurden die Drops noch zusätzlich auf einem Küchenpapier trockengelegt, bevor ich sie auf den weißen Löffeln angerichtet hab. Ihr seht – dieses Mal hab ich es sehr genau genommen. Es hat sich gelohnt wie das Ergebnis beweist:
VanilledropsVanilledrops
Große Drops sind mir leider nicht gelungen – dazu muss man wohl wirklich ein wenig Übung und Geduld mitbringen. Aber ich bin erst einmal sehr zufrieden.
Ach ja – geschmeckt habe sie natürlich auch! Süß, aber doch lecker!

Heimattage

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Heute Abend im Auto auf dem Heimweg von der Heimat, bei -12.5°C Aussentemperatur zuerst mit dem Dave Brubeck Quartet (Danke an MaKe für die tolle CD!), dann mit Volksmusik (hier steht Volksmusik – nicht K. Moik, Musikantenstadl oder Schlager – da krieg’ ich nämlich Ausschlag) mit Bayern 1 und pünktlich an der Autobahnausfahrt von Ulm das Betthupferl (das weckt unweigerlich Kindheitserinnerungen). Ein irgendwie passender Ausklang für ein schönes Wochenende. Diesmal recht gemütlich ohne viel Stress. Gestern mit sehr leckerem und sehr lustigem Essen mit Freunden im Ferdinandshof während sich MaKe und PaKe als Babysitter versucht haben. Heute mit sehr leckerem Schweinebraten von MaRo und PaRo.

Kurz: einfach so richtige Heimattage …
… und ein irgendwie wild gemischter Beitrag :-)

Molekularküche – Fehlschlag Nr. 1

Nachdem wir donvanone zu seinem Geburtstag ja schon dieses wunderbare Molekularcocktailset geschenkt hatten (war glatt neidisch, aber ich wollte ihm das einfach schenken und hab’ wohl auch ins Schwarze getroffen, es damit Ke aber schwerer gemacht, da sie mir aus einen mir nicht ersichtlichen Grund nicht das gleiche Geschenk machen wollte – ui, und weil wir gerade bei Geschenken sind: das Geschenk, das ich von FrauBü und donvanone zu meinem Geburtstag bekommen hab’ ist übrigens noch viel cooler, aber dazu ein andermal mehr), habe ich zu meinem Geburtstag nun auch endlich mein lang ersehntes Molekularset bekommen:

Molekulare Deserts

Diesmal nicht für Cocktails, sondern für Deserts. Natürlich wollte ich das gleich als Nachspeise für unser Nudelessen ausprobieren. Hat leider nicht ganz so funktioniert:

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Eigentlich sollten diese Drops auf den Boden sinken. Haben sie aber nicht gemacht und sind später sogar noch “ausgelaufen”.
Vielleicht hätte ich das mit dem “kühl stellen” mal nicht zuuu wörtlich nehmen sollen. Hab’ die Lösung nämlich auf den Balkon gestellt und dabei vergessen, dass -8°C vielleicht doch ein wenig zuu kühl sein könnten :-(
Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und die Testesser stehen schon Schlange (fehlen eigentlich nur noch die Bewerbungsfotos).
Als Ersatz gab’s dann übrigens doch noch was molekulares: Orangenspaghetti. Das Werkzeug dazu hab’ ich zu Weihnachten von Ke bekommen. Leider gibt’s noch keine Fotos.

Über die Versuche werde ich natürlich berichten! Ich freu’ mich schon drauf …

A guads Neis’

Schöner Jahresrückblick, tolles Essen, leckere Molekularküche (hmmm, echt leckere Molekularcocktails), hübsche Dekoration, nette Leute, ein unterhaltsamer Abend – ein rundum schönes Silvester 2008. Danke für die Einladung Donvanone und FrauBü!

Molekularcocktails

Allen einen Guten Start ins Jahr 2009!

Ps: Lu hat Silvester verschlafen :-)

Heilig Abend 2008

Und schon sind die Weihnachtsfeiertage 2008 wieder vorbei. Nach einem wunderbaren Heilgen Abend in Ulm ging es – diesmal ganz ohne Stress – in unsere Heimat um mit Oma, Opa, Tante, Bruder, Neffe, Nichte, Oma, Opa, Großtante, Uroma, Uroma und Uropa von Lukas zu feiern. Ganz ohne Stress deshalb, da wir diesmal alles gut geplant hatten: es war nur ein Ortswechsel zwischen Denkendorf und Eichstätt nötig – und doch sind alle (hoffentlich) auf ihre Kosten gekommen.

Doch zurück zum Heiligen Abend – den haben wir gemütlich in Ulm verbracht. Mit Sekt zum Anstoßen für die Eltern, Geschenken unter dem Weihnachtsbaum, richtiger Bescherung auch für unseren Kleinen (auch, wenn das mit dem Auspacken noch nicht so klappt :-) ), sehr leckeren Sauren Zipfel, stilecht mit einem Weizen für den Papa und leckerem flambierten Nachtisch.

Krippe unterm WeihnachtsbaumGeschenke vorherGeschenke nachherEssen - IEssen - IIKerzeWeihnachtsbaumKugelnflambierter Nachtisch

… eines der schönsten Weihnachten, seit ich in Ulm bin …

Das Rezept für unsere Sauren Zipfel ist eine Eigenkreation, sozusagen eine Mischung der Rezepte von PaKe und PaRo. Damit wir das nicht vergessen, hier im Detail:

Saure (blaue) Zipfel a la RoKe
2 Liter Wasser
500 ml Essig (weinwürziger)
1/8l trockener Weißwein
8 Pfefferkörner
4 Nelken
6 Wacholderbeeren
5 Lorbeerblätter
1 Pck. Sauerbratengewürz (im Gewürznetz)
2 EL Zucker
1 EL Salz
5 Jumbo-Zwiebeln in dünne Ringe geschnitten

Sud vormittags aufkochen und mindestens eine halbe Stunde köcheln lassen, bis die Zwiebel schön glasig sind. Am Abend vor dem Essen Sud erhitzen und dünne Schweinswürstl (rohe, mit Brät) in den Sud zugeben und 15 Minuten ziehen lassen.

Erinnerung fürs nächste Jahr: noch ganze Knoblauchzehen mit rein …

Frohe Weihnachten!

Sud

So, der Sud für die Sauren Zipfel ist angesetzt, die Geschenke verpackt, der Baum geschmückt und alles für die morgige Heimfahrt vorbereitet. So kann der Heilige Abend ganz ohne Stress kommen. Es wird das erste Weihnachtsfest ohne Eltern – nur unsere kleine Familie. Wir freuen uns!

Weihnachtsbaum

Wir drei wünschen Euch fröhliche Weihnachten mit Plätzchenduft, Kerzenschein und leuchtende Augen beim Geschenke auspacken!

Von Seidenkimonos, Fisch und Stäbchen

FrauBü und Donvanone waren ja schon vor Monaten als Babysitter gebucht – eigentlich wegen einem Konzert von Faun in Waldreichenbach. Leider wurde das Konzert aus nicht bekannten Gründen abgesagt. Was tun?
Gott sei Dank haben wir seit einigen Tagen den Restaurantführer Ulm zu Hause liegen und so war bald klar: das Restaurant Yu muss als Ersatz herhalten.
Was soll ich sagen: eine sääähr gute Entscheidung :-)
ShowcookingHeißes Essen
Kaum von der Kälte ins Warme muss man durch einen schweren Vorhang durch, hinter dem man von einer waschechten Japanerin im Kimono empfangen wird. Die Dame trippelt dann vorneweg und führt uns zu einer Art U-förmigem Konferenztisch mit durchgängiger Herdplatte in der Mitte. Insgesamt haben an diesem “Tisch” ca. 18 Leute (nebeneinander) Platz (leider unter etwas unromantischem Industrielicht).

Aber nicht nur die Sitzordnung ist ungewöhnlich, sondern auch der Meisterkoch Yuji Sato, der zwischen den einzelnen Herdplatten die Messer schwingt und den Fisch punktgenau, direkt vor unserer Nase brutzelt. Gegessen wird natürlich mit Stäbchen – außer natürlich die sehr leckere Garnelen-Suppe: die wird dafür brennend serviert und gegessen (rechtes Bild). Und die Nachspeise – flambiertes Eis – seht selbst:

Link: Nachspeise

Alles in allem ein sehr schöner Abend, in dem wir endlich mal wieder unsere Zweisamkeit genießen konnten. Wir wussten ja: Lu war bei FrauBü und Donvanone in guten Händen (habt ihr echt fein gemacht!). DANKE!